Vitamin-D-Rechner
Schätzt den Vitamin-D-Spiegel im Blut aus Gewicht, Körperfett und Tagesdosis, oder die Dosis für einen Zielwert. Gilt für gleichbleibende Einnahme über drei bis sechs Monate.
Zusätzlich regelmäßig einen Bolus nehmen
Der Bolus wird auf einen Tagesdurchschnitt umgerechnet. Kurz danach liegt der Spiegel höher, kurz vor dem nächsten niedriger.
Zielwert links eintragen oder über „Welchen Zielwert wählen?“ einordnen.
Gerechnet mit der Mitte und täglicher Einnahme. An der oberen Modellspanne landet man bis zu 28 % höher, an der unteren 25 % niedriger (angenommene Spanne). Am Ende zählt die Blutmessung.
Zusatz: Bolus und Aufsättigung
Vom gemessenen Wert zum Zielwert, mit einer Einzeldosis oder verteilt über Wochen. Nutzt den Zielwert aus „Dosis für einen Zielwert“.
Annahme: Der aktuelle Wert ist stabil. Werte unter 15 gleichen sich mit 20 Tagen Halbwertszeit an und werden eingerechnet. Bei bekanntem Gendefekt keinen Bolus.
Kurve für deinen Körper
Spiegel nach Tagesdosis. Der Punkt ist deine Eingabe.
Über 11.000 IE am Tag gibt es kaum kontrollierte Studien, dort ist die Kurve gestrichelt.
Mein Verlauf
Einnahmen, Boli und Messwerte eintragen. Der Rechner verrechnet sie Tag für Tag mit Gewicht und Körperfett aus dem Rechner.
Zeitraum ersetzt die Grunddosis (ohne Enddatum: bis heute und weiter). Einzeldosis kommt obendrauf. Messwerte erscheinen als Punkt.
Dreiecke: Boli. Senkrechte Linie: heute. Die Rechnung ist unter „Zielwerte & Wissen → Wie wird gerechnet?“ beschrieben.
Welchen Zielwert wählen?
Vier kurze Einordnungen. Einen für alle Menschen optimalen Wert gibt es nach heutigem Wissen nicht.
Bereiche in ng/ml
So färbt der Rechner seine Skalen. Nur die Grenzen 12 und 20 sind behördliche Orientierungswerte (BfR).
Wichtig
- Schätzmodell für gesunde Erwachsene, keine ärztliche Beratung. Dein echter Wert kann deutlich abweichen.
- Nicht verwenden bei Nieren- oder Nebenschilddrüsenerkrankung, Sarkoidose, bekannter CYP24A1-Variante, in der Schwangerschaft, mit Thiazid-Diuretika oder hochdosiertem Calcium.
- Offizielle Obergrenze für Erwachsene: 4.000 IE pro Tag. Wer mehr nimmt, misst nach drei bis vier Monaten 25-OH-D und Calcium (Blut und Morgenurin). Ist Calcium erhöht: pausieren und ärztlich abklären.
Wie wird gerechnet?
- Faktor = √(100 ÷ Gewicht) × (20 ÷ Körperfett)0,6. Bezug: 100 kg, 20 % Körperfett (Faktor 1). Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert. Wenig Fett zählt stärker als viel Gewicht, deshalb landen Bodybuilder eher bei den Schlanken.
- Wirksame Dosis E = Dosis in Tausend IE × Faktor.
- Spiegel (Mitte) S = 15 + 16 × E0,62. Die Kurve flacht ab, bremst aber nicht komplett.
- Modellspanne (Annahme, keine gemessene Grenze): unten 0,75 × S, oben 1,28 × S. Echte Werte können auch außerhalb liegen.
- Dosis für ein Ziel: E = ((Ziel − 15) ÷ 16)1,61, Dosis = E ÷ Faktor.
- Bolus = 40 × (EZiel − Ejetzt) ÷ Faktor, in 1.000 IE. Aufsättigung über T Tage: Tagesdosis = (EZiel − Ejetzt × e−T/29) ÷ ((1 − e−T/29) × Faktor).
- Verlauf: Tag für Tag. Umwandlung mit 3 Tagen Halbwertszeit, E baut sich mit 20 Tagen Halbwertszeit auf und ab, ein Bolus erreicht seinen Peak nach etwa 10 Tagen. Nach dem Absetzen halbiert sich der Abstand des Spiegels zu 15 erst nach etwa 32 Tagen, weil die Kurve oben flacher ist.
- Gendefekt (Annahme, keine Daten): Träger CYP24A1 (ca. 1 von 50–200): E × 1,5. Voller Defekt (ca. 1 von 11.000–180.000): S = 15 + 13,9 × E ohne Abflachung, oben × 1,28.
- Geprüft an: Burt 2019 (4.000 → gemessen 53, Modell 51; 10.000 → 75, Modell 79), Heaney 2003 (5.500 → 64, Modell 62; 11.000 → 88, Modell 87). Kimball 2007 steigerte stufenweise bis 40.000 IE täglich für 6 Wochen und fand im Mittel ~154 ng/ml (kein Dauerzustand); das Modell gibt für dauerhaft 40.000 IE 167. Körperdaten der Studien geschätzt.
Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D. 20 ng/ml (50 nmol/l) als ausreichende Versorgung, unter 12 ng/ml (30 nmol/l) mangelhaft.
- Rabenberg M. et al. (2015): Vitamin D status among adults in Germany, DEGS1. BMC Public Health 15:641.
- Luxwolda M. F. et al. (2012): Traditionally living populations in East Africa have a mean serum 25-hydroxyvitamin D concentration of 115 nmol/l. Br J Nutr 108:1557–61.
- Clemens T. L. et al. (1982): Increased skin pigment reduces the capacity of skin to synthesise vitamin D3. Lancet 1:74–76.
- Heaney R. P. et al. (2003): Am J Clin Nutr 77:204–10. Burt L. A. et al. (2019): JAMA 322:736–45. Kimball S. M. et al. (2007): Am J Clin Nutr 86:645–51.
40 IE = 1 Mikrogramm · ng/ml × 2,5 = nmol/l